Einmal im Jahr trifft sich die Community auf der Konferenz Bildung Digitalisierung in Berlin. Für mich die Leitkonferenz, wenn es um Schule in der Kultur der Digitalität geht. Sie vereint inspirierende Keynotes, praxisnahe Workshops und vor allem: viele wertvolle Begegnungen. Besonders schön finde ich, dass ich dort vielen Menschen begegne, die ich bisher „nur“ aus den Sozialen Medien kenne.
Meine Take-aways 2025:
- KI-Assistent:innen bieten großes Potenzial. Ich will noch mehr damit experimentieren.
- „Standbilder“ als Methode unbedingt ausprobieren!
- Blended Learning in der Beruflichen Bildung weiterdenken. Da geht noch was!
- Mehr Mut, weniger Aber: Der „Aber-Tresor“ von Jöran Muuß-Merholz kommt in meinem nächsten Workshop zum Einsatz, z.B. beim Thema „Schulentwicklung“. Vorher will ich das neue Buch von Jöran „Schule 2035“ lesen.
- Hohe Erwartungen an alle Schüler:innen: Hatties Impuls wirkt nach.
- Begegnung schlägt Workshop: Austausch ist oft der größte Gewinn I Mittagspause mit Manu Flick.
- 1,7 Sekunden: so kurz werden Social-Media-Inhalte betrachtet laut Fabian Grischkat (es lohnt sich ihm zu folgen!)
- Digital Storytelling steht auf meiner To-do-Liste.
- Ich möchte eine Bring-your-own-Problem-Werkstatt mit dem Netzwerk Digital@BBS organisieren.
Mein Fazit: Inspiration, Austausch und ganz viel Lust, Neues auszuprobieren.
Meine Take-aways aus dem Hattie-Vortrag habe ich hier nochmal extra zusammengefasst:
John Hattie über wirksames Lernen im KI-Zeitalter

Hattie machte in seiner Keynote klar: Im Kern geht es immer darum, dass Lehrkräfte ihren eigenen Einfluss kennen: knowing your impact. Leistung entsteht nicht zufällig, sondern durch Anstrengung, Interesse und Motivation. Entscheidend sind vier Dimensionen: ein unterstützendes Lernklima, sichtbares Lernen, erkennbarer Fortschritt und hohe Ansprüche.
Besonders wirksam ist ein maßgeschneiderter Unterricht, der den sozialen Kontext der Klasse nutzt – statt isoliertem, individualisiertem Lernen, das oft nur ein Schlagwort bleibt. Der stärkste Hebel: die Erwartungshaltung der Lehrkraft. Hohe Erwartungen an alle Schüler:innen führen nachweislich zu deutlich besseren Lernergebnissen.
Hattie betonte: Schüler:innen müssen aktive Antreiber:innen ihres eigenen Lernens werden. Doch das gelingt nicht, indem man sie allein lässt. Lehrkräfte sind gefragt, als kompetente „Fahrlehrer:innen“ gezielt die Fähigkeiten zur Selbstregulation und Selbstlernkompetenz zu vermitteln.
Gerade im Zeitalter von KI zeigt sich: Strategien wie Zusammenfassen, Verbalisieren und Lernen durch Handeln, alle mit hoher Wirksamkeit, sind unverzichtbar. Damit Lernen gelingt, braucht es exzellente Lehrkräfte, die an das Potenzial jedes Lernenden glauben, oft noch bevor die Lernenden es selbst erkennen.